Das Strukturgewicht ergibt sich aus der Summe aller Massen (Fett-, Skelett-, Muskel- und Viszeralmasse). Übersteigt das reale Gewicht das Strukturgewicht, entspricht dieser Überschuss, der keiner der Massen zugeordnet werden kann, Flüssigkeiten (Residualmasse). Diese Retention ist bei Kindern und Jugendlichen nahezu null, bei Frauen in der zweiten Phase des Menstruationszyklus dagegen akzeptabel und variabel, und während der Schwangerschaft erreicht sie meist hohe Werte. Unter diesen Umständen zählen zur Residualmasse der Fetus, die Plazenta, das Fruchtwasser, die Zunahme des Plasmavolumens und das Ödem.
Beim männlichen Geschlecht ist eine Residualmasse von 2 bis 4 kg normal.
Bei Frauen ist sie meist sehr variabel, von wenigen Gramm bis zu 7-8 kg.
Unter pathologischen Bedingungen ist sie bei dekompensierter Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen, Aszites-Ödem-Syndromen und anderen Ödemursachen erhöht. Ebenso kann sie durch die Einnahme von Substanzen wie Anabolika, Kreatin, Kortikosteroiden, Ovulationshemmern usw. erhöht sein.